Lotsenfunktion für Familien an der Nahtstelle Medizin und Frühe Hilfen

Allein in Hamburg gibt es über 400 Angebote der Frühen Hilfen für Schwangere und Familien nach der Geburt. Gerade psychosozial hoch belastete Familien erreichen diese Hilfen jedoch oftmals nicht ohne Unterstützung.

In Kliniken mit dem Programm Babylotse werden bei der Anmeldung zur Geburt mögliche psychosoziale Belastungsfaktoren der werdenden Mutter standardisiert erfragt. Sind Belastungsfaktoren erkennbar, erhalten die Familien noch im Krankenhaus ein Gesprächsangebot mit einer Babylotsin – kostenlos und freiwillig. Oft kann dieses Gespräch schon eine erste Orientierung im Hilfesystem bieten. Bei weiter gehendem Bedarf erfolgt eine Vermittlung zu Einrichtungen mit passenden Unterstützungsangeboten. Die Babylotsin motiviert die Familie zur Inanspruchnahme der Hilfsmaßnahmen und versichert sich, dass das Angebot die Familie erreicht hat, ob es hilfreich war und ob weitere Unterstützung nötig ist.

Die ambulanten Babylotsen bieten ein ähnliches Angebot bereits während der Schwangerschaft an: In Kooperation mit niedergelassenen Gynäkologen und Kinderärzten werden in der Schwangerschaftsvorsorge Belastungsfaktoren ermittelt und passende Unterstützung angeboten.

Kooperationspartner
Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou
Förderprojekte
Babylotse, Babylotse ambulant
gefördert seit
2009
Förderziel
Bundesweite Verbreitung der Programme Babylotse und Babylotse ambulant
Einsatz der Fördermittel

Finanzierung eines Transferteams in der Geschäftsstelle in Hamburg

Status
Aktuelle Förderprojekte