FAQ

Kann ich bei Auridis eine Förderung für mein Projekt beantragen?

Nein, an Auridis können keine Förderanträge gestellt werden. Die Fördertätigkeit konzentriert sich auf eine begrenzte Anzahl ausgesuchter Partnerorganisationen, die mit ihren Tätigkeiten zu der Förderthematik und -strategie von Auridis passen. Auridis recherchiert diese Partner eigenständig. Planung und Umsetzung der Förderprojekte erfolgen im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit.

Wer ist Auridis?

Auridis ist eine von der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in Deutschland finanzierte gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Seit Gründung im Jahr 2006 steht die Förderung benachteiligter Kinder im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens und seiner Gesellschafter. Auridis verkörpert keine Kommunikations- oder PR-Interessen des Unternehmens ALDI SÜD und hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Was sind die Ziele von Auridis?

Auridis verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke (bestätigt vom Finanzamt Mülheim an der Ruhr, zuletzt durch Bescheid vom 19. November 2018). Auridis setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der alle Kinder im Wohlergehen und unter Bedingungen aufwachsen, die ihnen Chancengleichheit und die Entfaltung ihrer individuellen Potenziale ermöglichen. Mit dieser Zielsetzung identifiziert und fördert Auridis Partner aus Zivilgesellschaft, Wohlfahrt und Kommune, die mit ihren Angeboten und Leistungen die Aufwachsensbedingungen von Kindern nachhaltig verbessern. Der Fokus liegt auf der Unterstützung von werdenden Eltern und Familien mit Kindern bis zum Alter von 10 Jahren.

Woher stammen die Fördermittel der Auridis Stiftung gGmbH und wie hoch ist das Fördervolumen?

Die Förderaktivitäten von Auridis werden über Spenden der Regionalgesellschaften der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in Deutschland finanziert. Seit der Gründung der Auridis Stiftung gGmbH im Jahr 2006 wurden rund 69,1 Millionen Euro Fördermitteln an Partnerorganisationen ausgezahlt, davon entfielen 9,1 Millionen Euro auf das Förderjahr 2018.

Wofür werden die Fördermittel von Auridis verwendet?

Auridis stellt ihren Partnern in erster Linie zweckungebundene Finanzmittel zur Verfügung, mit denen die Verbreitung von Programmen und die Entwicklung von Hilfestrukturen finanziert werden. Entsprechend werden die Mittel überwiegend zur Deckung allgemeiner Verwaltungs-, Verbreitungs- und Qualitätssicherungskosten eingesetzt.

Wer sind die wesentlichen Entscheidungsträger der Auridis Stiftung gGmbH?

Das Aufsichtsorgan der Auridis Stiftung gGmbH ist die Gesellschafterversammlung. Die Arbeit von Auridis wird zudem von einem Kuratorium begleitet. Dieses besteht aus Vertretern der Gesellschafter und hat ausschließlich interne Kompetenzen und Funktionen wie bspw. die Empfehlung zu wesentlichen Förderentscheidungen.

Im Außenverhältnis wird die Gesellschaft durch den Geschäftsführer Marc von Krosigk vertreten. Darüber hinaus ist bei Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft das Kuratorium umgehend zu informieren.

Welche Personalstruktur hat Auridis?

Das operative Team der Auridis Stiftung gGmbH in Mülheim an der Ruhr besteht aktuell aus einem Geschäftsführer (Marc von Krosigk), vier Projektmanagern (Kristina Bohnstedt, Markus Büchel, Pina Nell, Alexander Raths), einem Junior-Projektmanager (Ben Spöler) und zwei Team-Assistentinnen (Eve Böttcher, Dr. Birte Streiter).

Warum lautet das Förderthema von Auridis „Förderung in der frühen und mittleren Kindheit“?

Für die geistige und soziale Entwicklung von Kindern sind insbesondere die Monate vor der Geburt und die ersten Lebensjahre entscheidend. Verschiedene Risikofaktoren im familiären und sozialen Umfeld (z.B. Armut, Vernachlässigung, Sucht, mangelnde Erziehungskompetenz) können die Entwicklung eines Kindes nachhaltig verzögern und beeinträchtigen. Das Risiko einer lebenslangen Benachteiligung ist in diesem Falle besonders groß.

Auridis konzentriert sich daher inhaltlich auf Hilfsangebote für werdende Eltern und Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren mit einem Schwerpunkt in der frühen Kindheit, um für alle Kinder in Deutschland die Aufwachsensbedingungen zu verbessern und Chancengerechtigkeit herzustellen.

Wie lange fördert Auridis die Partnerorganisationen?

Förderungen durch Auridis zeichnen sich durch lange Förderzeiträume von bis zu zehn Jahren aus. Die Fördermittel werden in der Regel jeweils über drei Jahre zugesagt, um die Vorhaben besser planen und steuern zu können. Die Dauer der Förderung richtet sich danach, ob und wie schnell die vereinbarten Transfer- und Entwicklungsziele erreicht werden können. Deswegen werden die Erfolgsaussichten einer weiteren Förderung regelmäßig überprüft.

Ist Auridis international tätig?

Nein. Auridis nimmt ausschließlich Organisationen mit Sitz und operativen Tätigkeiten in Deutschland neu in ihr Förderportfolio auf.

Ist Auridis nur fördernd oder auch operativ tätig?

Auridis agiert als Förderorganisation, die finanzielle Mittel zur Erreichung ihrer Ziele bereitstellt. In begrenztem Ausmaß werden Auridis-Mitarbeiter auch operativ tätig wie beispielsweise bei der Begleitung und Beratung der geförderten Partnerorganisationen oder bei ausgewählten Projekten wie der Entwicklung des Social Reporting Standards.

Was versteht Auridis unter Wirkung und Wirkungsorientierung?

Damit der Einsatz von Fördermitteln langfristigen Erfolg zeigt, zielt Auridis einerseits auf die konkreten Verbesserungen für Kinder, andererseits auf gesellschaftlichen Wandel ab. Der IOOI-Logik folgend stuft Auridis ein Projekt dann als wirkungsorientiert ein, wenn dadurch die Zielgruppe nachvollziehbar erreicht wird (Output), die Zielgruppe Veränderung erfährt (Outcome) sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen modifiziert werden (Impact). Auridis bemüht sich über Evaluationen auf Outcome-Ebene, das Eintreten der intendierten Wirkung nachzuvollziehen und abzubilden.

Wirksamkeit bedeutet zum Beispiel, dass Kinder mit Gewalterfahrung angemessene Hilfe erhalten und ihre Lebensqualität steigt. Die darüber hinaus anvisierte langfristige - persönliche und gesellschaftliche - Wirkung ist in diesem Fall, dass die Kinder trotz traumatisierender Erlebnisse stabile Erwachsene werden, den eigenen Kindern ein besseres Aufwachsen ermöglichen und Teil  einer gewaltfreieren Gesellschaft sind.