FAQ

Wofür werden die Fördermittel von Auridis verwendet?

Auridis stellt ihren Partnern in erster Linie zweckungebundene Finanzmittel zur Verfügung, mit denen die Verbreitung von Angeboten und die Entwicklung von Hilfestrukturen finanziert werden. Entsprechend werden die Mittel überwiegend zur Deckung allgemeiner Verwaltungs-, Verbreitungs- und Qualitätssicherungskosten eingesetzt. Die genaue Verwendung der zugesprochenen Fördermittel wird individuell mit dem jeweiligen Kooperationspartner vereinbart. Operative Umsetzungskosten eines Angebots werden durch die Fördermittel von Auridis nicht abgedeckt.

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

  1. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mithilfe des Online-Formulars ein. Dieses öffnet sich im Anschluss an die FAQs zur Ausschreibung.
  2. Nach Eingang Ihrer Bewerbung wird geprüft, inwiefern Ihr Vorhaben den Förderkriterien von Auridis entspricht. Bei einer negativen Bewertung erhalten Sie eine Absage. Bei einer positiven Bewertung wird Ihr Vorhaben einer weitergehenden Prüfung (Telefonate, ggf. Einreichung weiterer Unterlagen und Vereinbarung von Meetings) unterzogen.

Was sind zentrale Auswahlkriterien von Auridis?

  1. Lösungsansatz: Es existiert ein tragfähiges Modell mit überzeugender Wirkungslogik, welches einen Beitrag zur Vision von Auridis leistet. Zudem sollte der Lösungsansatz eine bestehende Angebotslücke schließen bzw. ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen und sich von alternativen Angeboten unterscheiden.
  2. Transferpotenzial: Es besteht eine realistische Möglichkeit zur überregionalen Verbreitung des Angebots.
  3. Nachhaltigkeit: Die jeweiligen Verbreitungs- und Strukturentwicklungserfolge können über die Förderung hinaus verstetigt werden.
  4. Kooperationspartner: Auridis ist von der Organisation und den Fähigkeiten der handelnden Personen überzeugt.

Was versteht Auridis unter sozialer Benachteiligung?

Auridis fokussiert sich bei Fördervorhaben auf werdende Eltern und Familien mit Kindern im Alter von 0-10 Jahren, bei denen einzelne oder mehrere Risikofaktoren für ein Aufwachsen der Kinder im Wohlergehen vorliegen. Für Auridis sind z. B. besonders folgende Risikofaktoren relevant:

  • Einkommensarmut/Armutsgefährdung
  • Bildungsferne
  • Unsicherheit in der Elternrolle bzw. mangelnde Erziehungskompetenz
  • Suchterkrankung/psychische Erkrankung
  • Gewalterfahrung/Misshandlung
  • Getrennt lebend/alleinerziehend

Warum legt Auridis Wert auf ein Angebot mit einem Alleinstellungsmerkmal?

In Deutschland richten sich bereits zahlreiche gemeinnützige Organisationen mit guten und wichtigen Angeboten an Familien. Auridis unterstützt daher Organisationen bei der bundesweiten Verbreitung von Angeboten, für die es bislang (überwiegend) noch keine verbreiteten Alternativen gibt. Dies erleichtert nicht nur die überregionale Verbreitung des Angebots, sondern schafft auch neue Ansätze, um sozial benachteiligte Familien zu erreichen, die vorhandene Angebote nicht, zögerlich oder nur in einem geringen Umfang wahrnehmen.

Was versteht Auridis unter einer wirkungsorientierten Konzeptionsphase?

In der wirkungsorientierten Konzeptionsphase erarbeitet die jeweilige Organisation mit Unterstützung von Auridis ein Konzept, um eine Strategie für eine nachhaltige Verbreitung des Angebots zu entwickeln. Auridis behält sich in dieser Phase vor, ergänzend verschiedene Analysen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen, um z. B. die Wirkung des Angebots zu untersuchen.

Der zeitliche Rahmen und das Budget sind in der Konzeptionsphase je nach Entwicklungsstand der Organisation bzw. des Angebots unterschiedlich.

Für Auridis ist es keine notwendige Bedingung, dass bereits vor Beginn der Konzeptionsphase ein Verbreitungskonzept vorliegt. Am Ende einer erfolgreichen Konzeptionsphase werden Wachstumsziele vereinbart und in Form von quantitativen sowie qualitativen Meilensteinen festgehalten. Die Meilensteine dienen als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Folgt nach der wirkungsorientierten Konzeptionsphase immer eine langjährige Förderung?

Nein. Mit Eintritt einer Organisation in eine wirkungsorientierte Konzeptionsphase strebt Auridis zwar ein langfristiges Förderverhältnis an, kann dieses jedoch nicht garantieren.

Ergebnisse der Konzeptionsphase können z. B. zu erkennen geben, dass es bereits vergleichbare Angebote in Deutschland gibt, eine überzeugende Wirkungslogik fehlt oder eine nachhaltige Finanzierung des Angebots nicht gewährleistet werden kann. In derartigen Fällen geht Auridis kein weiterführendes Förderverhältnis ein.

Warum müssen sich die Verbreitungserfolge über die Förderung hinaus verstetigen?

Auridis geht langfristige Förderbeziehungen ein, legt aber Wert darauf, dass geförderte Organisationen dauerhaft von dieser Förderung unabhängig werden. Somit wird gewährleistet, dass erzielte Verbreitungserfolge auch unabhängig von Auridis bestehen bleiben. Deshalb ist eine nachhaltige Verstetigung des geförderten Angebots wesentlich. Dies kann – besonders bei Sozialunternehmen – sowohl über die Entwicklung eines tragfähigen gemeinnützigen Geschäftsmodells als auch – insbesondere bei Wohlfahrtsorganisationen und bei Institutionen der öffentlichen Hand – über die nachhaltige Verankerung des Angebots im öffentlichen Hilfesystem geschehen.

Ist eine Bewerbung einer nicht gemeinnützig anerkannten Organisation sinnvoll?

Auridis verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und kann aufgrund gesetzlicher Vorgaben nur mit gemeinnützigen Partnern ein Förderverhältnis eingehen. Wenn aktuell keine Gemeinnützigkeit vorliegt, die Erlangung der Gemeinnützigkeit aber in Aussicht steht, sollte dies bitte im Online-Formular vermerkt werden.

Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an sozial benachteiligte Familien mit Kindern im Alter von 0 – 10 Jahren. Ist eine Bewerbung dennoch sinnvoll?

Für Auridis ist es von zentraler Bedeutung, dass werdende Eltern und Familien mit Kinder im Alter von bis zu 10 Jahren erreicht werden. Ist die Zielgruppe des Angebots weiter gefasst, muss nachvollziehbar sein, dass benachteiligte Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren im Fokus stehen.

Inwiefern müssen bei einer Bewerbung bereits eigene Untersuchungen oder externe Evaluationen über die Wirkungen des Angebots vorliegen?

Die (intendierte) Wirkung eines Angebots ist für Auridis ein entscheidender Förderfaktor. Organisationen sollten deshalb die Wirkung ihres Angebots theoretisch anhand einer überzeugenden Wirkungslogik darlegen können. Für Auridis ist es jedoch keine notwendige Bedingung, dass bereits vor Beginn der wirkungsorientierten Konzeptionsphase erste Evaluationen vorliegen. Falls Organisationen vor Beginn der Konzeptionsphase keine Evaluationen oder andere Wirkungsdaten nachweisen können, wird Auridis ein weiteres Vorgehen besprechen, um zu fundierten Wirkungsaussagen zu kommen.

Hat im Zuge dieser Ausschreibung nur eine Organisation die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Auridis?

Nein. Bei mehreren geeigneten Bewerbern begleitet Auridis mehr als eine Organisation in die wirkungsorientierte Konzeptionsphase. Entspricht jedoch kein Bewerber den Förderrichtlinien, behält sich Auridis vor, keinen Kooperationspartner auszuwählen.