Strategie

Förderbereich 2: Hilfestrukturen entwickeln  

Jedes vierte Kind in Deutschland erfährt in seiner Familie nicht die Förderung und Unterstützung, die es für ein gesundes Aufwachsen im Wohlergehen braucht. Staat, Kommune und Zivilgesellschaft bieten vielfältige Hilfen an. Aber nicht alle Familien werden erreicht. Auridis unterstützt deshalb in einem zweiten Förderbereich Institutionen der öffentlichen Verwaltung sowie der Freien Wohlfahrtspflege darin, die Struktur der Hilfesysteme zu optimieren und die Zusammenarbeit der Akteure zu verbessern.

Hilfestrukturen

Langfristige Partnerschaften etablieren

Um möglichst zielgerichtet und effizient agieren zu können, konzentriert Auridis ihr Engagement auf eine begrenzte Zahl ausgesuchter Partnerorganisationen. Diese werden durch eigene Recherchen identifiziert und angesprochen. Die entsprechenden Fördervorhaben werden gemeinsam entwickelt und im Rahmen langfristiger Kooperationen umgesetzt. Die Auridis hat keine Möglichkeit, Projekte auf Antrag zu fördern.

Förderprozess
  1. Wirksame Ansätze identifizieren

    Auridis identifiziert durch eigene Recherchen Ansätze, die in Übereinstimmung mit ihrer Förderthematik und -strategie stehen. Nach der Kontaktaufnahme durch Auridis und beiderseitigem Interesse an einer Kooperation werden die angesprochenen Organisationen bei der Erstellung eines Wirkungsplans unterstützt. Hierbei handelt es sich um einen Businessplan, der neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten vor allem die gesellschaftlichen Wirkungen eines Ansatzes in den Mittelpunkt stellt. Der Wirkungsplanprozess beinhaltet die detaillierte Planung des jeweiligen Verbreitungs- bzw. Strukturentwicklungsvorhabens.

  2. Gemeinsam nachhaltige Förderkonzepte entwickeln

    Ziel der Wirkungsplanphase ist es, einen Förderansatz auszuarbeiten, bei dem die gesellschaftlichen Wirkungen, die sich durch die Förderung der Auridis ergeben, auch über deren Unterstützung hinaus gesichert werden. Dies kann – besonders bei Sozialunternehmen – sowohl über die Entwicklung eines tragfähigen gemeinnützigen Geschäftsmodells als auch – insbesondere bei Wohlfahrtsorganisationen und bei Institutionen der öffentlichen Hand – über die nachhaltige Verankerung des Ansatzes im System der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe geschehen.

  3. Fördern, beraten und vernetzen

    Die überzeugendsten Projekt- und Förderansätze werden nach einem umfangreichen Prüfprozess im Rahmen mehrjähriger partnerschaftlicher Kooperationen umgesetzt. Während der Förderung unterstützt Auridis die Vorhaben nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch  mit Beratungs- und Vernetzungsangeboten. Die Partnerorganisationen werden hierbei durch das Auridis-Team und bei Bedarf durch externe Berater begleitet und unterstützt.

Förderkriterien

Jedes von Auridis begleitete Fördervorhaben muss eine gesellschaftliche Herausforderung im Themenbereich „frühkindliche Förderung“ adressieren und einen der Konkurrenz überlegenen Lösungsansatz aufzeigen. Um dies sicherzustellen, legt Auridis bei der Prüfung der Vorhaben verschiedene Kriterien an.

Die Erfüllung der folgenden vier Förderkriterien ist dabei zentral:
  1. Lösungsansatz: Es existiert ein tragfähiges Modell mit überzeugender Wirkungslogik, welches einen Beitrag zur Vision der Auridis leistet.

  2. Transferpotenzial: Es besteht eine realistische Möglichkeit zur überregionalen, bestmöglich bundesweiten Verbreitung des Ansatzes.

  3. Nachhaltigkeit: Die jeweiligen Verbreitungs- und Strukturentwicklungserfolge können über die Förderung hinaus verstetigt werden.

  4. Kooperationspartner: Die Auridis ist von der Organisation und den Fähigkeiten der handelnden Personen überzeugt.